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Das richtige Mindset für Storytelling

Das richtige Mindset für Storytelling

Wie du negative Glaubenssätze loswirst

 

Kennst du das Problem, dich mit deinem Blog nicht an die Öffentlichkeit zu trauen, weil du Angst hast?

Angst vor negativen Kommentaren?

Angst davor, nicht gut genug zu sein?

Angst davor, zu versagen?

Auch ich hatte früher diese Ängste. Wirklich, ich habe so lange überlegt, ob ich den Blog nun starte und wie ich es am besten anstelle, dass ich den richtigen Startzeitpunkt beinahe verschlafen hätte. 🙄 Dabei liebe ich, was ich tue und ich habe so viel Spaß daran, mein Wissen mit dir zu teilen und dir meine Story zu erzählen.

Heute, nachdem sich meine innere Einstellung komplett gewandelt hat, kann ich über meine frühere Angst nur müde schmunzeln. 😉

Aber ich weiß, wie es dir geht und dass negative Glaubenssätze dir jegliche Vorfreude vermiesen können. Und – was noch viel schlimmer ist: Dieses negative Mindset kann es unter Umständen schaffen, dass du das Handtuch wirfst, noch bevor du dich mit deiner Geschichte und mit deinem Blog überhaupt aus dem stillen Kämmerchen getraut hast.

Wäre es nicht wirklich schade, wenn du all deine genialen Ideen, deine individuelle Story und all die tollen Themen, die dir für deinen Blog einfallen, für dich behalten würdest?

Ich finde schon.

Und genau deshalb möchte ich dir heute die 10 miesesten Glaubenssätze, die sowohl in mir als auch in meinen Leser*innen und Kundinnen/Kunden zum Teil tief verankert waren, verraten. Außerdem erkläre ich dir, wie du sie mit ein paar kleinen Tricks ins Positive umwandeln kannst.

 

Warum ein negatives Mindset ein echtes Problem ist?

 

Mindset für Storytelling

 

Wenn du deinen Blog mit Storytelling pushen und deine Leser*innen begeistern möchtest, musst du authentisch sein.

Das wiederum setzt voraus, dass all deine Glaubenssätze hundertprozentig zu dir passen. Sie müssen für dich stimmen! Denn tun sie das nicht, wirst du mit deinem Vorhaben, Storytelling auf dem Blog zu verwenden, beim kleinsten bisschen Gegenwind ins Wanken geraten. Jegliches negative Feedback bedeutet für dich einen Kampf mit dir selbst und jeder Zweifel an deinen Ideen und an deinem Auftreten kann dazu führen, dass du deinen Traum vom Bloggen aus den Augen verlierst.

Nur, wenn du vollkommen hinter deinem Projekt und vor allem zu dir selbst stehst, kannst du diesen Traum verwirklichen.

Indem du deine negativen Glaubenssätze in eine positive Denkweise umwandelst – und zwar dauerhaft und aus Überzeugung –, erschaffst du genau das Selbstvertrauen, das du brauchst, um dein Ziel von heute an strikt zu verfolgen.

Und bevor du jetzt sagst: „Das klappt bei mir bestimmt eh nicht“, probiere es doch erst einmal aus. 😉

 

10 Mindset-Hürden im Storytelling auf dem Blog

 

Mindset-Hürde 1: Ich kann das nicht! Ich traue mich nicht!

 

Mindset 1

 

Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich diese Sätze in meinem Leben schon gehört habe. Und soll ich dir etwas verraten? Auch ich habe sie in der Vergangenheit oft gesagt. Schließlich ist es so schön bequem. Findest du nicht? 😉

„Ich kann das nicht!“ Das ist doch eine wirklich tolle Ausrede dafür, es nicht einmal zu versuchen.

Ich selbst kam irgendwann an einen Punkt, an dem ich mich dieser Ausrede stellen wollte. Ich wollte sie einfach nicht mehr akzeptieren.

Also habe ich mich gefragt: „Warum kann ich das nicht? Was kann denn im schlimmsten Fall passieren?“

Ich habe mir bewusst den Worst Case ausgemalt und mir eine Liste mit Wahnsinns-Szenarien angelegt. Und soll ich dir etwas verraten? Er ist bis heute nicht eingetreten. 😉

Nachdem ich mir meine Angst vor Augen geführt und sie vor allem exakt benannt hatte, konnte ich daraus zwei Handlungen ableiten:

  1. Ich kann das nicht? Also übe ich so lange, bis ich es kann!
  2. Ich schaffe das!

Das Allerbeste an der Umwandlung dieses negativen in einen positiven Glaubenssatz ist bis heute, dass ich die „Ich-kann-das-nicht-Einstellung“ fast vollständig abgelegt habe. In den meisten Bereichen meines Lebens.

 

Tipp

Wie sieht dein Worst Case aus? Schreibe es auf und reflektiere. Kannst du es üben? Wirst du es schaffen?

 

Mindset-Hürde 2: Ich bin nicht gut genug! Andere sind viel besser!

 

Mindset 2

 

Das Gute ist, dass sich dieses Problem fast wie von selbst in Luft auflöst, nachdem du aus „Ich kann das nicht“ ein „Ich schaffe das, auch wenn ich lange üben muss“ gemacht hast.

Allein durch diese Einstellung erlangst du meiner Erfahrung nach sehr viel mehr Selbstbewusstsein. Und wenn du von dir und von dem, was du tust, überzeugt bist, stellst du dir nie mehr die Frage, ob du möglicherweise nicht gut genug bist. 😉

 

Tipp

Führe dir vor Augen, was du bisher erreicht hast. All die kleinen und großen Dinge im Leben, von denen du ebenfalls dachtest, dass du dafür nicht gut genug bist.

Diese Liste wird dir zeigen, dass du viel besser bist, als du vielleicht vermutest. 😊

 

Mindset-Hürde 3: Ich muss mich erst entwickeln, um perfekt zu sein!

 

Mindset 3

 

Ja, ähm… Kurze Frage: Kennst du eigentlich jemanden, der perfekt ist? Also ich nicht!

Trotzdem kann ich auch diese Denkweise nachvollziehen. Ich habe viel zu lange gebraucht, um mich mit meiner Story rauszutrauen. Ich wollte, dass alles perfekt ist. Mein Blog. Mein Angebot. Meine Newsletter. Meine Story. Einfach alles!

Du kannst dir also in etwa vorstellen, wieviel Zeit ich sinnloserweise mit Perfekt-sein-wollen verschwendet habe. Unglaublich! 😉

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich auf diesen Stress keine Lust mehr hatte. Irrerweise habe ich dann einfach gestartet. Idiotisch, mutig, dämlich, nicht wahr? Nein! Denn zum ersten Mal konnte ich mich aus der Spirale des Perfektionismus befreien. Ich war den Druck los. Ich musste schließlich nicht mehr perfekt sein.

Inzwischen vertrödele ich mir nicht mehr die Zeit mit der Perfektion. 80 Prozent Perfektionismus reichen auch aus. 😉

 

Tipp

Schreibe mindestens eine Sache auf, mit der du sofort starten könntest, wenn du nicht mehr perfekt sein müsstest. Oder noch besser: Lege los damit!

Gerade diese kleinen, unperfekten Dinge sind es, die dich sympathisch machen und genau das braucht eine gute Story.

 

Mindset-Hürde 4: Bestimmt interessiert es niemanden, was ich zu sagen habe!

 

Mindset 4

 

Kurze Anmerkung meinerseits: Was ist denn, wenn sich doch jemand für dein Thema und für deine Story interessiert? Ich zum Beispiel. Oder deine Freunde? Oder Anne und Peter von nebenan?

Es wäre doch schade, wenn du mich und die anderen prima unterhalten oder eines unserer Probleme lösen könntest, es aber nicht tust, weil du denkst, dass wir es nicht wissen wollen. Trau dich einfach!

 

Tipp

Finde heraus, ob sich jemand für dich und deine Story interessiert, indem du checkst, ob du eine ganz bestimmte Zielgruppe ansprichst. Hast du diese erst einmal gefunden, kannst du auch diesen negativen Gedanken verbannen. 😉

Wie du eine Zielgruppenanalyse durchführst, erkläre ich dir in meinem Blogartikel „Zielgruppenanalyse: Kenne deine Kundschaft“.

 

Mindset-Hürde 5: Ich bekomme bestimmt ganz blödes Feedback und fiese Kommentare

 

Mindset 5

 

Zugegeben: Das kann passieren, und die Wahrscheinlichkeit ist sogar recht hoch. Da möchte ich dir jetzt nichts vormachen.

Wenn du dein Mindset aber gefestigt hast, wenn du dich heraustraust, dir selbst gut genug bist und liebst, was du tust, dann wirst du mit diesem Feedback automatisch besser umgehen können. Du wirst dich negativer Kritik stellen und in einigen Situationen sogar feststellen, dass sie dir helfen kann. Du wirst keine Angst mehr davor haben. Im Gegenteil: Negatives Feedback (sofern es oberhalb der Gürtellinie bleibt) kann dich so viel weiterbringen. Es kann dich antreiben. Es kann dafür sorgen, dass du dich rasend schnell weiterentwickelst und immer besser wirst.

Wovor also hast du Angst?

 

Tipp

Schreibe auf, welche Kritik dich so richtig aus der Bahn werfen könnte. Was könnte im schlimmsten Fall auf dich einprasseln? Womit könntest du gar nicht umgehen?

Und dann übe das Szenario so lange, bis du für dich eine gute Möglichkeit gefunden hast, damit umzugehen.

 

Mindset-Hürde 6: Ich muss mich verstellen, damit die Leute mich mögen!

 

Mindset 6

 

Wirklich? Liegt es nicht eher daran, dass du dich gern verstellen möchtest, damit du es allen recht machen kannst? 😉

Das Gute am Storytelling ist, dass du dich nicht verstellen musst. Im Gegenteil: Wenn du die oben aufgelisteten Mindset-Hürden ins Positive umgewandelt hast, wirst du feststellen, dass du niemandem etwas vorspielen musst.

Storytelling lebt von deinen Stärken, aber vor allem von deinen Schwächen. Du darfst und solltest sogar authentisch sein. Das sorgt für Sympathie. Es macht dich menschlich. Und genau das bist du doch. Du bist ein Mensch mit Ecken und Kanten, mit Macken und Schwächen. Aber eben auch mit so viel Liebe, Mut, Willenskraft und anderen Stärken. 😊

 

Tipp

Schau dich einmal bei YouTube um. Dort findest du gefühlt drei Milliarden Influencer. Sieh dir einige Videos an. Wen findest du sympathisch und wen nicht? Wer trägt eine Maske und wer ist authentisch?

Eine Maske kann niemand dauerhaft aufbehalten. 😉

 

Mindset-Hürde 7: Ich kann doch das Storytelling nicht einsetzen, um Geld zu verdienen!

 

Mindset 7

 

Doch klar! Warum solltest du es denn nicht können?

Ich kenne viele Blogger*innen – und ich schließe mich da gern mit ein –, die ein Problem mit dem Thema „Geldverdienen“ haben. Vor allem Frauen.

Ich hatte jahrelang das Gefühl, mich dafür rechtfertigen zu müssen, Geld zu verdienen. Aber ganz ehrlich: Müssen wir nicht alle Geld verdienen, um zu überleben? Müssen wir nicht dafür sorgen, dass unsere Kinder versorgt sind? Steht es uns nicht zu, uns für die harte Arbeit auch einmal zu belohnen, indem wir uns etwas leisten, das wir uns schon so lange wünschen?

Doch, das tut es!

 

Tipp

Entschuldige dich einfach nicht mehr dafür, Geld verdienen zu wollen. 😉

 

Mindset-Hürde 8: Ich muss höher, schneller, weiter!

 

Mindset 8

 

Und schon schließt sich wieder der Kreis zum Perfektionismus.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe in der letzten Zeit vermehrt festgestellt, dass viele Blogger*innen nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ leben. Die Konkurrenz ist hoch, und jeder will noch einen oben drauf setzen.

Auch ich war eine Weile auf diesem Trip… bis es mich gestresst und vor allem genervt hat. Warum? Weil ich überhaupt nichts muss! Schon gar nicht höher, schneller und weiter als alle anderen!

Seitdem ich das verstanden habe und in meinem Tempo blogge, geht’s mir deutlich besser. 😉

 

Tipp

Welche „Höhers“, „Schnellers“ und „Weiters“ stressen dich? Lege dir eine Liste an mit Dingen, die du von heute an langsamer angehen möchtest.

Außerdem möchte ich dir an dieser Stelle einen tollen Artikel von Anna Koschinski empfehlen. Sie erklärt dir, wie du entspannt bloggen kannst.

 

Mindset-Hürde 9: Ich habe gar keine Story, die ich erzählen kann!

 

Mindset 9

 

In der Zusammenarbeit mit meinen Beratungskundinnen und -kunden habe ich diesen Satz mehrfach gehört.

Nun könnte ich natürlich sagen: „Jeder hat eine Story.“ Das mag auch stimmen.

Allerdings kommt es beim Storytelling eben nicht darauf an, irgendeine Geschichte zu erzählen. Deine Brand Story sollte einen hohen Bezug zu deinem Blog haben. Sie sollte widerspiegeln, warum du tust, was du tust, denn nur das ist für deine Zielgruppe interessant.

Welche Storys sich für Storytelling eignen, erkläre ich dir in meinem Blogartikel.

 

Tipp

Es gibt zwei gute Fragen, deren Antworten der Einstieg in deine Brand Story sein könnten.

  1. Warum bloggst du? (Was möchtest du damit erreichen?)
  2. Was waren deine Hindernisse und Hürden in Bezug auf dein Blogthema?

Beantworte sie doch einfach. 😉

 

Mindset-Hürde 10: Ich habe keinen blassen Dunst, wie ich meine Story schreiben und wo ich sie unterbringen soll!

 

Mindset 10

 

Einen ersten Eindruck, worüber du schreiben kannst, habe ich dir gerade schon gegeben. Ich verstehe aber total, dass du in dieser Sekunde keine Ahnung hast, wie du es schreiben und wo du es veröffentlichen solltest.

Viele meiner Kundinnen und Kunden kleben ebenfalls an diesen Fragen. und auch mir ging es früher so. Ich habe lange nach dem Problem gesucht, denn wenn ich mir einer Sache sicher war, dann darüber, dass ich schreiben kann. 😉

Irgendwann habe ich bemerkt, dass eben nicht alle Menschen gleich sind. 🤪 Dir zu sagen: „Schreib nach dem Schema x und veröffentliche deine Story an Stelle y“, wäre also der falsche Weg.

Warum? Weil in dieser starren Aussage keine Individualität liegt. Wir alle sind individuell. Kein Mensch ist wie der andere. Ich bin nicht wie du und du bist nicht wie deine Nachbarin/dein Nachbar.

 

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